28.06.2017, Düsseldorf

 

Überlegene Alternative zu Mischsäuren

 
 
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Bonderite C-CP von Henkel ermöglicht umweltverträgliches Beizen von Edelstahl

Düsseldorf – Die Bonderite C-CP-Technologie, ein innovativer Prozess von Henkel für das Beizen von Edelstahl, bietet Anwendern wichtige Kosten- und Umweltschutzvorteile.

 In Kombination mit dem Know-how und Service von Henkel profitieren bereits mehrere Henkel-Kunden in Italien und dem Fernen Osten von den Vorteilen dieses Prozesses, der dort als Alternative zu mischsäurebasierten Verfahren zum Einsatz kommt.

Der Bonderite-C-CP-Prozess eignet sich für Edelstahlband, -draht und -rohre sowie geschweißte Produkte (typische Beispiele sind Teile für Autos und Waschmaschinen). Auch Titanprodukte könnten mit dem patentierten Verfahren behandelt werden.

Die Formulierungen, die Henkel für die Entfernung von Oxidschichten entwickelt hat, wie sie beim Walzen, Glühen und Schweißen von Edelstahl entstehen, unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt von mischsäurebasierten Beizsystemen: Sie kommen ohne Salpetersäure aus. Dadurch enthält das Abwasser keine Nitrate, deren Entfernung vor der Einleitung in Gewässer schwierig und kostspielig ist. Darüber hinaus entstehen während des Bonderite C-CP-Prozesses keine gesundheitsschädlichen Stickoxid-Dämpfe (NOx).

Umweltverträglicher Beizprozess für Edelstahl

Bonderite C-CP LF2 ist das neuestes Mitglied der Henkel-Produktfamilie. Die Formulierung ist nicht nur absolut salpetersäurefrei, sondern enthält zudem auch nur sehr geringe Mengen Flusssäure (LF steht für „Low Fluoride“ = fluoridarm). „Dieses Produkt bietet die mit Abstand niedrigste Konzentration an freiem Fluorid im Vergleich zu allen konventionellen Beizformulierungen, mit klaren Vorteilen hinsichtlich Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit“, sagt Hans-Oscar Stephan, Business Development Manager Metal Coil Europe bei Henkel. „Bei deutlich geringeren Risiken bleiben die Leistungsfähigkeit des Verfahrens und die Qualität der behandelten Oberflächen einzigartig gut.“

Unternehmen, die mischsäurebasierte Systeme einsetzen, sind zur Einhaltung der so genannten „Seveso-Richtlinie“ der Europäischen Union verpflichtet. Diese zielt auf eine Verbesserung der Sicherheit an Produktionsstandorten, die große Mengen gefährlicher Stoffe produzieren oder verarbeiten. Bei Einsatz von Bonderite C-CP LF2 ist dies nicht oder nur in sehr geringem Umfang erforderlich.

Ein weiterer Vorteil des Henkel-Produkts ist seine reduzierte Ätzwirkung auf dem blanken Metall nach der Entfernung der Oxidschicht. Tests haben gezeigt, dass die Verluste beispielsweise bei der Behandlung von Drahtcoils gegenüber alternativen Beizlösungen um mehr als 80 % gesenkt werden können. Dies entspricht einer Ersparnis von rund 15 Euro pro Tonne Edelstahl.

Darüber hinaus bietet Bonderite C-CP LF2 eine doppelt so hohe Reichweite, da der Abtrag der Basislegierung auf ein Minimum reduziert wird. Insgesamt können die Kosten des Beizprozesses deutlich gesenkt werden. Die Anwender erzielen bessere Ergebnisse als mit Mischsäuren bei Duplex- oder Superduplexstahl ebenso wie bei Materialien, die ohne Glühen gebeizt werden (so genannter Stahl im Walzzustand).

Stephan betont außerdem, dass die Beizaktivität bei Einsatz des Henkel-Produkts über die gesamte Badstandzeit konstant bleibt. Darüber hinaus bildet sich kein Metallsalzschlamm, und der entstehende Oxidzunderschlamm ist einfach zu entfernen.

Bonderite ist eine eingetragene Marke der Henkel Gruppe mit Schutz in Deutschland und anderen Ländern.